Übernatürliches Leben finden

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Christus am Kreuz - Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin (c) Foto: Steffen Bürger 2016 Mit freundlicher Genehmigung: http://www.gedaechtniskirche-berlin.de/page/5/kontakt#Gemeindehaus
Christus am Kreuz – Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin
(c) Foto: Steffen Bürger 2016
Mit freundlicher Genehmigung: http://www.gedaechtniskirche-berlin.de/page/5/kontakt#Gemeindehaus

Wo können wir übernatürliches Leben finden?

Gottes Geist ist auf übernatürliche Weise ständig da. Es ist ganz leicht, Zugang zu Gottes übernatürlichen Raum finden. Doch wer das möchte, der braucht Vertrauen, dass alles Notwendige schon vorbereitet ist, um in den übernatürlichen Raum Gottes einzutreten. Jeder kann Gott begegnen. Für jeden ist der Zugang zu Gottes übernatürlicher Wirklichkeit offen gelegt. Es braucht Vertrauen in Jesus selbst.

Dazu habe ich etwas in der Bibel im Kapitel Johannes 7 gefunden: Einmal wollte Jesus nicht nach Jerusalem zu einer wichtigen religiösen Feier gehen, weil seine Zeit noch nicht gekommen war. Seine leiblichen Brüder konnten das nicht verstehen. Sie waren beeindruckt von seinen Wunderheilungen und Zeichenhandlungen. Deshalb ermunterten sie ihn, dass er ein bisschen mehr Werbung dafür machen würde. „Wenn du berühmt werden willst“, so empfahlen sie ihm, „dann solltest du nach Jerusalem kommen, dort ist ein größeres Publikum“.

Jesus sage ihnen sinngemäß: „Für mich ist noch nicht die richtige Zeit, für euch ist immer die richtige Zeit. Ihr passt halt gut in diese Welt. Für euch existiert halt nur das, was ihr mit euren natürlichen Sinnen wahrnehmen könnt. Ich werde von dieser Welt abgelehnt, weil ich der Welt von heute spiegele, dass ich von einer Welt bin, die nicht mit natürlichen Sinnen wahrgenommen werden kann. Sie bleibt ewig bestehen, während eure Welt nicht bestehen bleibt. Alles, was nicht bestehen bleibt, ist nicht von Gott. Geht ihr mal zum Fest – für mich ist es nicht die richtige Zeit, zu gehen.“ Als seine Brüder dann allerdings zu diesem wichtigen Fest, dem Laubhüttenfest in Jerusalem, gegangen waren, machte er sich auf, um dort verborgen anwesend zu sein.

Was tat Jesus da auf dem Fest? Er lehrte im Tempel. Was lehrte er? Er lehrte, „Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dem werden Ströme lebendigen Wassers fließen“.

Es ist also möglich, dass eine wichtige religiöse Veranstaltung stattfindet und Jesus unterstützt sie nicht. Er ist nicht da – oder er ist nur im Verborgenen da.

Vielleicht ist das heute auch in manchen christlichen Veranstaltungen so. Christen bereiten einen schönen Gottesdienst vor, wunderbare Musik, eine schöne Predigt, aber Jesus ist nicht erfahrbar, erlebbar. Oder es wird mit viel Aufwand eine Veranstaltung geplant, viele Gäste werden eingeladen und es kommt keiner, obwohl viele dafür gebetet und gefastet haben. Vielleicht hat Jesus kein Interesse daran, dass ein schöner Gottesdienst stattfindet, bei dem der Ablauf gut geplant und aufeinander abgestimmt ist. Vielleicht ist Jesus nicht „da“, weil seine Zeit nicht gekommen ist oder er etwas ganz anderes wollte. Also ganz weg ist er nie: Er ist immer da. Doch in der Veranstaltung ist Jesus ist nicht wirklich sichtbar, erfahrbar, erlebbar. In Johannes 7 wollte Jesus nicht zum Fest, weil er wußte, dass einige ihn töten wollten. Vielleicht hat er sich versteckt, weil diese Veranstaltungen ihm so wenig Raum geben zu wirken, dass sie ihn „töten“.

Ich bin überzeugt, dass Jesus heute noch lebendig wirkt – in Zeichen und Wundern (Epheser 1,18 ff). Doch es kann sein, dass er seine Kraft und Herrlichkeit nicht manifestiert, weil er sonst „getötet“ würde. Vielleicht würden manche Christen das Wirken Jesu lieber bekämpfen, genauso, wie die religiösen Führer, die zu seiner Zeit lebten. Wo aber ist Jesus? Als Jesus zum Fest kommt, ist er im Tempel und lehrt.

Heute ist der Tempel Gottes unser Körper. Er ist der Tempel des Heiligen Geistes. Dort wohnt Gott durch seinen Geist, wenn wir Jesus unser Leben gegeben haben (1. Kor 6,19) . Jesus ist in uns. Er ist überall dort, wo wir ihn ernsthaft suchen. Er ist dort, wo Menschen sich einig sind. Er ist dort, wo Menschen sich bedingungslos lieben. Er ist dort, wo wir ihn bitten, uns zu vergeben und wo wir ihm die Herrschaft über unser Leben geben. Durch Jesus empfangen wir übernatürliches Leben und Zugang zum Raum Gottes. Wenn Jesus hervortritt, geschehen regelmäßig Zeichen und Wunder. Er tut das aus Liebe, damit unser Leben gelingen kann.

Was lehrt Jesus im Tempel? In diesem Text sagt er: „Wer Durst hat, der soll zu mir kommen und trinken! Wer an mich glaubt, von dessen Körper werden, Ströme des lebendigen Wassers fließen“ (Johannes 7, 37-38). Dies sind gewichtige Worte. Denn die Lehre der Bibel endet mit diesen Worten: (Offenbarung 22,17): Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wer Durst hat, der soll kommen; wer möchte, der soll das Wasser des Lebens nehmen – umsonst!!!

Jesus ist die Tür zur übernatürlichen Welt Gottes (Johannes 10,9). Jesus ist dafür am Kreuz gestorben und auferstanden um uns das zu nehmen, was uns in dieser physischen Welt von der übernatürlichen Welt Gottes trennt und uns das zu geben, was unser physisches Leben mit der übernatürlichen, ewigen Welt Gottes verbindet: seine Liebe.

Was sollen wir tun?

Wir können Jesus jetzt begegnen, durch ein einfaches Gebet.

Wer das möchte, der kann das folgende Gebet laut lesen und laut sprechen:

Gebet:

Lieber Vater im Himmel, bitte schenke mir Glauben an Jesus Christus.

Ich suche dich. Ich möchte in deine übernatürliche Welt eindringen.

Bitte offenbare dich mir.

Ich glaube, dass du am Kreuz für mich gestorben und auferstanden bist. Damit hast du mir alles vergeben, was nicht nach deinem Willen war. Bitte vergib mir alles, was nicht zu deinem Willen passt. Bitte vergib mir alles, was lieblos und eigennützig war.

(alles, was dir einfällt kannst du jetzt hier aufzählen):

1. … 2. … 3. … usw.

Ich gebe dir mein Leben. Bitte regiere du darüber. Ab jetzt möchte ich nur noch dort sein, wo du bist. Bitte schenke mir Zugang zu deiner übernatürlichen und ewigen Wirklichkeit. Bitte zeig mir dazu, wo ich nicht nach deinem Willen lebe und führe du mein Leben nach deinem Willen, so dass ich vollkommen meine Bestimmung erfülle.

Bitte sende mir nun deinen Heiligen Geist. Bitte erfülle mich mit deinem Heiligen Geist.

Vielen Dank.

Amen.

(c) Steffen Bürger

Foto: Chrisus am Kreuz, Innenraum der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin
Foto: Steffen Bürger

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