Unendlichkeit ist nicht Ewigkeit, doch Unendlichkeit bildet die Ewigkeit Gottes ab.

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Mond und Sterne (c) Foto: Steffen Bürger 29.03.2018 (bearb. von Steffen Bürger)
Mond und Sterne (c) Foto: Steffen Bürger 29.03.2018 (bearb. von Steffen Bürger)

Wer kennt den Anfang und wer kennt das Ende des Weltalls?
Es gibt kein Ende dessen, was klein ist und es gibt kein Ende dessen für das, was groß ist.

Unendlichkeit ist nicht die Ewigkeit, doch Unendlichkeit bildet die Ewigkeit Gottes ab. Strukturen des Universums bilden Gottes Ewigkeit ab.
Große Entdeckungen sind manchmal winzig klein, doch werfen sie neue Fragen auf und wenn diese gelöst sind, entstehen für jede einzelne gelöste Frage wieder „zehn“ neue Fragen. So bildet sich Zeitlosigkeit in der Zeit ab, indem in der Zeit die Anzahl der Möglichkeiten sich mit jeder neuen Möglichkeit unendlich vergrößert und beantwortete Fragen immer wieder neue Fragen aufwerfen. Es entsteht eine unendliche Schleife des Fragen und Antwortens. Wer ein kleinestes Teilchen erforscht hat, findet immer noch ein kleineres Teilchen, wie auch immer man es nennt, Elektron, Quant, Boson, wie auch immer. Ewigkeit bildet sich so in der kumulativen Unendlichkeit der Abfolge und Erneuerung der wissenschaftlichen Fragestellungen ab.

Die Ewigkeit bildet sich in der physischen Welt auch in der Kugelform unserer Planeten ab. Besonders deutlich wird das an unserer Erde. Um uns besser verständigen zu können, haben wir Menschen die Zeitunterschiede auf unterschiedliche Zeitzonen herunter gebrochen. Deutlich wird das, wenn auf der einen Seite der Erde taghell ist und auf der anderen Seite dunkle Nacht.
Doch genau genommen ist an jedem Fleck der Erde eine unterschiedliche Zeit. Dadurch, dass an jedem kleinsten Fleck der Erde eine andere Zeit ist, ist alle Zeit, die es gibt, zur gleichen Zeit. Alle Zeit zusammen ist unendliche Zeit oder keine Zeit – das ist auch eine physische Ausdrucksform der Ewigkeit innerhalb Zeit und Raum.

Weg und Zeit stehen in engem Zusammenhang. Das Weltall ist, gemessen an uns Menschen oder gemessen an Bakterien oder noch kleineren Teilchen, unvorstellbar groß. Und doch ist alles, bis in das, noch so kleinste Teilchen, bis ins kleinste Kleine durch strukturiert.
Größe kann als Entfernung definiert werden. Sie kann aber auch als eine unendliche Kette zunehmender Details betrachtet werden. So ist auch das Verhältnis der Größen untereinander Ausdruck der zeitlichen Dimension. Wird Größe als ein gradueller Prozess einer Periode von Details definiert, wäre sie möglicherweise unendlich und damit Ausdruck von Ewigkeit innerhalb der physischen Dimension.

In der Dimension der Ewigkeit gibt es keine Zeit. Da es in der Dimension der Ewigkeit keine Zeit gibt, bildet das Weltall diese Ewigkeit in der unendlichen Struktur von Details ab. Für jedes, noch so kleine, Detail gibt es noch ein größeres Detail und umgekehrt: für jedes größere Detail gibt es noch ein kleineres Detail. Und wenn es kein Ende gibt, lässt sich daraus schließen, dass es dort auch keinen Anfang gibt.

In der Dimension der Ewigkeit, Zeitlosigkeit, gibt es keinen Anfang und kein Ende, kein Groß und kein Klein.
So sind in der Ewigkeit ganz kleine Dinge, die in unserer Welt passieren, möglicherweise ganz wichtig und groß.

So sind manche große Dinge, die uns möglicherweise die Sicht versperren, ganz klein. Alles ist in der Ewigkeit zusammen und doch ist es nicht gleich.
Das ist auch der Grund, werum wir Menschen Gott so wichtig sind. Weil Gott ewig ist und wir, obwohl wir Menschen, gemessen an der Größe des Weltalls, so klein sind, vor seinen Augen ganz groß sind, weil wir ihm ähnlich sind.

Und deshalb sind auch ganz kleine Taten, die wir so im Verborgenen tun, wertvoller vor Gott, als Taten, die groß und sichtbar sind und von allen Leuten gelobt und geschätzt werden.
Deshalb bedeuten Gott Titel und Auszeichnungen nichts, da große Dinge in der Ewigkeit ihre Größe verloren haben.

Sondern was in der Ewigkeit wirklich bleibt und groß und hell strahlt, ist Liebe. Alles, was ein Mensch im Verborgenen aus bedingungsloser Liebe tut und getan hat, ist ewig und bleibt. Es ist in der Dimension der Zeit klein und bleibt in dieser Welt möglicherweise ungesehen, doch in der Ewigkeit ist es ganz groß. Gott sieht alles, was wir im Verborgenen in Liebe tun. Es ist aus Jesus geboren, denn Gott ist die Liebe, die sich in Jesus auf dieser Erde gezeigt hat. Jesus ist die Liebe Gottes, die auf diese Erde gekommen ist.
Er lebte als Mensch, ganz klein und wurde doch so groß in seiner niedrigsten Stunde, am Kreuz.
In diesem Moment trafen sich Zeit und Ewigkeit und die Tür zur Ewigkeit öffnete sich. Die größte Erniedrigung wurde zur größten Erhöhung, die größte Niederlage wurde zum größten Sieg.
Weil er stets Zugang zu Gott dem Vater und zu Gottes Reich hatte, erweckte Gott ihn nach dem Tod zum Leben. So ist Ewigkeit und Zeit wieder verbunden.
Jesus vergoss sein Blut für uns, starb für uns, damit wir mit ihm sterben könnten und somit für ihn Leben. Damit ist für uns die Dimension der Ewigkeit erfahrbare Realität geworden.

Leben in der Zeit ist fortwährendes Sterben. In der Ewigkeit wird der Tod zu Leben, weil das Leben seine Zeit verliert.

Gebet:
Danke Jesus, dass du durch deinen Tod die Zeit und den Tod überwunden hast, weil du nach dem Tod auferstanden bist. Ich bekenne, dass ich ein Sünder bin. Vielen Dank: weil du am Kreuz gestorben bist, starb ich mit dir und meine Sünden sind durch dein Blut gewaschen worden. Du hast sie an das Kreuz genommen, in deiner Ewigkeit verlieren sie ihre Kraft. In DEINER Ewigkeit gibt es nicht groß, klein, schnell, langsam, gut oder schlecht, sondern nur noch, dass DU, Jesus, und ich eins sind. Eins mit dir, Jesus, dem Vater und dem Heiligen Geist. Danke dafür.

AMEN
(c) Steffen Bürger

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