Worte gegen die Angst

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Licht durchdringt die Finsternis (Silhouette von Düsseldorf) (c) Foto Jan-David Bürger
Licht durchdringt die Finsternis (Silhouette von Düsseldorf)
(c) Foto Jan-David Bürger

Worte des Glaubens sind Worte gegen die Angst (Hebräer 11,1 und 3).

Manche Menschen denken, Glauben würde bedeuten, fest an etwas zu denken, was man für wahr halten will. So meinen sie, wenn sie fest an das Kreuz Christi und Jesus denken und dem zustimmen würden, dass sie dann glauben würden. Doch irgendwie bleibt Gott ihnen fern. Für sie ist Gott nicht mehr als ein abstrakter Begriff, den es mit dem Kopf zu akzeptieren und zu beschreiben gilt – und Jesus ist nicht mehr als ein Name einer Person, die viel Gutes getan haben soll. In dieser religiösen Zustimmung ist Glaube dann ein religiöses System dessen Regeln es zu befolgen gilt, wenn man dazu gehören will. Im Grunde ist für solche Menschen Glauben etwas, was man eigentlich anzweifelt, weil Gott nicht wirklich erfahren wurde. Wer nur einer Vermutung in Gedanken Nachdruck verleiht, wird immer an Restzweifeln zu knabbern haben.
Diese Art zu glauben würde bedeuten, ich lüge mich so lange an, bis ich mich an meine Lüge gewöhnt habe und ihr nicht mehr widerspreche. Zustimmung ohne Begegnung mit Jesus kann nie zu einer wirklichen, tiefen inneren Überzeugung führen. Wer diesem Verständnis von Glauben verharrt, wird in seinen Ängsten, seiner Furcht und seinen Zweifeln gefangen bleiben. Irgendwie ist dann Gott fern und eigentlich ändert sich nicht wirklich etwas, im eigenen Leben – außer, dass die Regeln einem die Freude rauben.

Im Hebräerbrief steht eine zentrale Aussage für das, was Glauben ist:
Der Glaube ist die Sicherheit über die Existenz dessen, was er erwartet zu geschehen und er ist die Überzeugung von Dingen, die unsichtbar sind. Aufgrund des Glaubens nehmen wir wahr, dass dieses Zeitalter durch Gottes Willenserklärung geschaffen ist und dass so aus Unsichtbarem das Sichtbare entstanden ist. (eigene Übersetzung). (Hebr. 11, 1+3)

Mit anderen Worten: Wer glaubt, erwartet etwas. Diese Erwartung ist inneres Wissen. Man könnte diese Erwartung, verbunden mit dem inneren Wissen vergleichen mit der Autorität eines Lehrers, der den Schülern freundlich sagt: „Bitte steht auf“ – und er ist sich so sicher, dass sie aufstehen, dass die Schüler wiederum aufstehen. Diese Erwartung ist inneres Wissen mit Dringlichkeit und Überzeugung, dass das, was ich erwarte, geschieht. Eigentlich weiß der Lehrer nicht wirklich, ob die Schüler aufstehen, doch innerlich ist er überzeugt, dass sie es tun werden – und so tun sie es.
Die Erwartung und Überzeugung des Glaubens richtet sich an Dinge, die man nicht sehen kann. Zum Beispiel könnte es sein, dass ich vor einem Menschen stehe, der krank ist und in mir bildet sich die Überzeugung, dass Gott diesen Menschen heilen will. Und in dieser Überzeugung sage ich voller Erwartung – „Im Namen Jesu – werde geheilt“. Und die Person steht auf und wird geheilt.

Diese Erwartung ist ein inneres Wissen, eine feste Überzeugung, dass Jesus mich und andere Menschen liebt. Es ist die feste Überzeugung, dass er mein Leben ganz heil macht und mir alles Gute zukommen lassen will. Diese Erwartung wird von einer inneren Vorstellung über das gebildet, was Gott mir in meinem Leben schenken will.
Es könnte auch ein persönliches Bedürfnis sein – ein inneres Wissen über die Versorgung Gottes. Nehmen wir an, jemand hat einen neuen Job. Doch um den Job antreten zu können, braucht die Person ein Auto. Ein Gott, der liebt, wird niemandem einen Stein geben, wenn er ein Auto braucht. (siehe auch: Lukas 11, 9-13) Was würde ein liebender Vater seinen Kindern tun, der alle Möglichkeit hätte? Gott will noch viel mehr tun für uns. Glauben aktiviert Gott. Wenn wir Glauben, dann will Gott handeln. Glaube bringt Gott zum Handeln.

Glauben ist der Moment im „Jetzt“, an dem ich eins bin mit dem Willen des Vaters. In diesem Moment entspricht mein Handeln genau dem Willen Jesu und er ist es, der mein Handeln prägt und bestimmt.
In diesem Moment stehen zwischen Gott und mir keine Gedanken oder andere Wünsche. Sondern es existiert in diesem Moment nur der Wunsch und die Gewissheit, eins mit dem Vater zu sein. Das beinhaltet in diesem Moment die Gewissheit, den Willen Gottes zu wissen und tun.

Wir glauben immer. Auch Furcht ist eine Art zu glauben. Wer sich fürchtet, der glaubt an das Schlechte in seinem Leben. Und hier ist es, wie mit dem Glauben, der das Gute von Gott erhofft: Dir geschieht nach deinem Glauben. (Markus 11,23-24) Furcht bringt Satan mit seinen lähmenden, krankmachenden Aktionen zum Handeln. Glauben bringt Gott und seine heilende Vollmacht zum Handeln.
So hat jeder die Wahl: In Furcht unterzugehen oder im Glauben durch die Auferstehungskraft Jesu zu wachsen.

Hebräer 11, 3 sagt, dass das Sichtbare aus dem Unsichtbaren entstanden ist. So hat der Glaube eine schöpferische Komponente: Das Unsichtbare in der geistlichen Welt ist die Welt, aus der alles entsteht. Diese Zeitalter ist durch Gottes Willenserklärung entstanden. Durch Gottes Wort. Wenn wir im Einklang mit Gottes Willen sind und leben, entstehen aus Willenserklärungen, die unserem Glauben entspringen Dinge, die greifbar sind. Dinge, die in der unsichtbaren Welt Jesu schon vorhanden sind, werden greifbar und dringen in die Wahrheit der Welt innerhalb von Zeit und Raum ein – Dinge werden wahr durch den Glauben. Glaube im Einklang mit Gott macht Gedanken und Worte zu Schöpfungsakten Gottes. Ich spreche und es geschieht, weil ich im Namen Gottes spreche.

Im Einklang mit Gott sind Gedanken auch nicht mehr einfach nur noch Gedanken, sondern Vorstufen einer Schöpfung – Hinweise dessen, was in der himmlischen Welt, der Ewigkeit schon existiert und in der physischen Welt greifbare Gestalt annehmen wird. Der Glaube, das gesprochene Wort und die Aktion bringen es zur Welt – Gott materialisiert es durch unseren Glauben, so dass es jeder sehen, fühlen, schmecken kann – je nachdem welche Sinne bei diesem Ding angesprochen werden.

Jesus ist gut zu uns – er möchte unser Leben bestimmen – er möchte uns Kraft und Vollmacht durch den Glauben geben, die unsere natürlichen Möglichkeiten übersteigen.

GEBET:
Lieber Vater im Himmel!
Im Namen Jesu Christi komme ich zu dir. Ich danke dir für allen Glauben, den du mir geschenkt hast. Ich sehe auch meinen Unglauben. Bitte verändere meinen Sinn und meine Seele. Berühre meinen Geist und lasse mich dir vertrauen, dass du es gut mit mir meinst. Hilf mir, deinem Wort und deinen Zusagen zu vertrauen, so dass ich mit dir gemeinsam durch das Leben gehe und du die Taten durch mich vollbringst, die du in der himmlischen Welt schon vorbereitet hast. Mach mich zu einem Krieger deines Wortes und Schöpfer durch den Glauben an dich. Bitte hilf mir, das Leben zu leben, was du für mich vorgesehen hast. Bringe du mich bitte dazu, die Bestimmung meines Lebens zu leben, die du mir zugedacht hast und mache den Glauben in mir lebendig.
AMEN

(c) Steffen Bürger

2 Kommentare auch kommentieren

  1. Herbert Rechtien sagt:

    Auch das Gebet ist so stark, dass ich es gleich für mich nachgebetet habe.

    1. steffadminfaith sagt:

      Vielen Dank, Herby, für dein Feedback. Es freut mich, dass du dabei was erlebst. So soll es sein!! Wenn du meinst, dass auch andere etwas davon haben sollen, dann kannst du gerne den Link weiter verbreiten. Gott segne dich und liebe Grüße Steff

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