Das Siegel auf der Stirn rettet… Teil 2

Offener Himmel (Terschelling 13.04.2017 (c) Foto: Steffen Bürger
Offener Himmel (Terschelling 13.04.2017
(c) Foto: Steffen Bürger

Der Prophet Hesekiel hat etwa 600 Jahre vor Christus gelebt. Schon zu dieser Zeit finden sich bei ihm Hinweise, dass Jesus durch seinen Tod am Kreuz rettet: Hesekiel 9, Vers 4 und Vers 6 bekommen diejenigen Einwohner Jerusalems, die unter den gottlosen Zuständen leiden, ein Taw auf die Stirn. Das Taw hatte die Form eines Kreuzes. Wer dieses Kreuz auf der Stirn trug, kam während des Gerichts Gottes über Jerusalem nicht um. (Siehe Teil 1 „Das Siegel auf der Stirn rettet“)

Hesekiel 9,4 ist ein Urbild für das, was heute, nach der Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus – durch den Heiligen Geist – an geistlicher Wirklichkeit geschehen ist. Offenbarung, Kapitel 9 Vers 4 greift Hesekiel 9,4 auf und sagt, dass in den letzten der letzten Tage alle, die das Böse überwinden, das Siegel an ihrer Stirn tragen. Diejenigen, die das Siegel auf der Stirn haben, werden vor dem Gericht gerettet.
Doch was ist dieses Siegel auf der Stirn? Paulus gibt im 2. Korintherbrief 1, Vers 22-23 den Hinweis, dass alle, die im Glauben an Christus leben, versiegelt mit dem Heiligen Geist sind: Nicht Religion oder gutes und religiöses, rituelles Handeln bestimmt das neue Leben in Christus, sondern der Heilige Geist, der den Glauben an Jesus Christus schenkt. Der Heilige Geist ist das Siegel, mit dem Menschen versiegelt werden, die an Jesus Christus glauben. (Eph 4,30; 2. Kor 1,22; Eph 1,13).

Bemerkenswert ist, dass das Siegel auf der Stirn ist. Es könnte ja sonst wo sein. Die Stirn symbolisiert das geistliche Sehen. Wer mit dem Heiligen Geist versiegelt ist, bekommt die Fähigkeit, mit geistlichen Augen in Gottes ewige Welt, in seinen Himmel zu schauen. Wer mit dem Heiligen Geist versiegelt ist, wird immer mehr in SEINE, in Gottes Wirklichkeit hineingezogen, die Wirklichkeit des Vaters, des Sohnes Jesus Christus und des Heiligen Geistes. Er spürt SEINE Gegenwart oder sieht IHN zunehmend mit geistlichen Augen. Wer ständig diese Nähe Jesu sucht, dessen Blick in den offenen Himmel wird immer genauer, immer schärfer.

Während die Menschen zu Heskiels Zeit, die unter den unmoralischen und gesetzlosen Zuständen leiden, noch ein Zeichen in Form eines Kreuzes auf die Stirn gezeichnet bekommen um vor dem Gericht über Jerusalem bewahrt zu werden, tragen die Menschen, die an Jesus glauben, ein unsichtbares Siegel des Glaubens auf der Stirn – unsichtbar und doch erfahrbar. Sie haben ewiges Leben und werden vor dem Endgericht gerettet.

In Offenbarung 9,4 beschreibt Johannes nun, dass das Kreuz nun ein geistliches Siegel geworden ist. Das Volk Israel strich vor dem Auszug das Blut von einem Lamm auf den Türpfosten. So zog der Todesengel, der alle Erstgeburt im Lande Ägypen töten sollte, an denen vorbei, die das Blut an den Pfosten gestrichen hatten. Alle, die das Blut an den Pfosten gestrichen hatten, glaubten an das Wort des Herrn, dass sie gerettet würden. (2. Mose 12, Vers 7 und 13). Dieses ist zugleich ein Bild für das Blut Jesu, dass allen, die Jesus persönlich kennen gelernt haben und IHM nachfolgen, SEINE ständige Vergebung in den ganzen Sinn geschrieben ist. Sie haben den Sinn Christi (1. Korinther 2, 16). Diese Gesinnung Christi bedeutet zugleich, dass das Blut Jesu denen in den Sinn geschrieben ist, die errettet sind. Es ist der Glaube, dass der Todesengel diejenigen nicht mehr treffen kann, welche die Gesinnung Christi haben. Diese Gesinnung Christi entsteht dadurch, dass man sich ständig, in jedem Augenblick, von dem Blut Jesu reinigen lässt. Ständiges, aktives Loslassen von dem, was einen von Gott trennt.
Es bedeutet zugleich, dass es eine Lebenshaltung aus Glauben an Christus geworden ist: Es sind die Menschen, die mit Jesus Herausforderungen überwinden, die ihnen im täglichen Leben begegnen.

Wer an Jesus glaubt und in diesem Glauben lebt, trägt eine geistliche Versiegelung auf der Stirn, weil die geistlichen Augen geöffnet sind. Wer das Siegel auf der Stirn hat, schaut in den offenen Himmel – er hat den offenen Himmel vor sich und folgt Jesus nach. „Sein Kreuz tragen hat nun zwei Bedeutungen: Erstens: Auf dem Rücken, um die Lasten loszulassen und zweitens: An der Stirn, um Jesus durch den offenen Himmel zu sehen und ihm nachzufolgen. So sagt Johannes in der Offenbarung: „Sie werden sein Gesicht sehen und seinen Namen an ihrer Stirn tragen.“ (Off 22,4 NeÜ)

Jesus sagt deshalb zu seinen Freunden: „Ich habe euch das gesagt, damit ihr in meinem Frieden geborgen seid. In der Welt wird man Druck auf euch ausüben. Aber verliert nicht den Mut! Ich habe die Welt besiegt!“(Joh 16,33 NeÜ). Wer in diesem Druck der Welt bestehen will, muss ständig von sich und anderen loslassen. Dabei wird ihm der Blick in die Wirklichkeit Gottes geöffnet und er kann im Geist Gottes unter einem offenen Himmel leben.

Im letzten Buch der Bibel werden auch Menschen genannt, die ein Malzeichen an der Stirn oder der Hand haben. Es ist das Zeichen der Person, welche der angekündigte Weltherrscher sein wird. Diese Menschen werden nicht gerettet. Was es mit diesem Zeichen auf sich hat, beschreibe ich im nächsten Blog.

GEBET:
Herr Jesus Christus, ich gebe mein ganzes Leben in deine Hand. Ich will nicht aus eigener Kraft leben, sondern mich von deinem Heiligen Geist leiten lassen. Danke Herr Jesus Christus, dass du für mich gestorben und auferstanden bist. Danke, dass du dein Blut für mich vergossen hast. So hast du mich befreit von allem, was mich in meinem Leben belastet.
Fülle mich mit deinem Heiligen Geist, mit Weisheit und Offenbarung, damit ich mit geistlichen Augen des Herzens sehen kann. Vielen Dank, dass ich dein Siegel auf meiner Stirn trage, weil ich an dich glaube. Hilf mir, dass ich zu einem Überwinder werde und mich nicht dieser Welt anpasse, sondern mich von dir leiten lasse, weil mein Leben zu dir gehört und meine Heimat nicht diese Welt ist, sondern bei Dir in deiner ewigen, himmlischen Welt. Vielen Dank, dass du mich niemals loslassen wirst und du mich durch alle Herausforderungen leiten wirst.

AMEN

(c) Steffen Bürger

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