Die Kraftwirkungen des Heiligen Geistes werden herrlich sein und sie werden Anstoß erregen …

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Flug nach Mallorca (c) Foto: Steffen Bürger -22. Oktober 2018
Flug nach Mallorca
(c) Foto: Steffen Bürger -22. Oktober 2018

Gedanken zu Markus 3, 1-12 – Heilung des Mannes mit der absterbenden Hand
Wenn die Herrlichkeit Gottes sich manifestiert, werden in der westlichen Welt die Wirkungen des Heiligen Geistes ungewöhnlich erscheinen. Wahrscheinlich müssen sie sogar zum Ärgernis werden.
Da der Glaube sich eher ausbreitet, wenn er angegriffen wird, wird es zu Kraftwirkungen des Geistes kommen, die Ärgernis erzeugen werden.
Wenn der Geist so wirkt, dass es religiöse Gemeinden verstehen, wird er nicht signifikant Wachstum erzeugen. Christlicher Glaube hat viel damit zu tun, mit diesem Weltsystem zu brechen. Die Konsequenz daraus ist, von der Welt abgelehnt zu werden. So wird das Wirken des Heiligen Geistes immer einen Widerspruch zum Denken in dieser Welt und gewöhnlichem religiösem Denken erzeugen.

Jesus provoziert und fordert in diesem Text heraus. Er steht mit einem Mann, mit einer verdorrenden Hand, vor der Gemeinde. Die Menschen sind gespannt: Wird Jesus ihn am Sabbat heilen? Das wäre ja ein Verstoß gegen das Sabbat Gebot. Dann stellt Jesus der Gemeinde folgende Frage: „Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes oder Böses zu tun?“
Er spricht damit entweder zu den Pharisäern, bei denen er erkennt, dass sie ihn töten würden, käme es zur Heilung. Oder aber er spricht zu den Pharisäern, um das Leben des Mannes zu retten, weil die Hand dabei ist, abzusterben. Böses zu tun würde dann heißen: In Kauf zu nehmen, dass der Mann am nächsten Tag an Blutvergiftung gestorben wäre. Er greift sie also darin an, dass die Pharisäer ihn um des Sabbatgebotes Willen lieber sterben lassen würden. Dann heilte Jesus den Mann einfach.

Daraufhin gingen die Pharisäer voller Wut hinaus und überlegten, wie sie Jesus töten könnten. Sie hätten anstelle dessen sich auch darüber freuen können, dass der Mensch geheilt und sein Leben gerettet worden wäre.

Die Einstellung lieber den Tod in Kauf zu nehmen, nur um religiöse Regeln einzuhalten, ist auch ein Bild für die Menschen in dieser Synagoge: Sie lehnten das lebendige Wasser der Liebe Jesu ab und zogen den Tod vor. Sie wollten Jesus töten, der ihre religiösen Regeln und Grenzen überschritten hatte. Sie weigerten sich, dem Geist Gottes zu öffnen. Doch die Frucht wäre: Leben, Heilung und Kraft und Manifestation des Reiches Gottes.

Zeichen und Wunder werden immer Glauben erfordern, der geläufige Regeln überschreitet. Sie werden nicht so stattfinden, dass man anhand des Wunders direkt sehen kann: Siehe, hier ist Jesus. Es gibt kein spezielles „Raster“ oder „Muster“, an dem man sehen kann, das etwas von Gott ist. Es braucht schon geistliches Gespür die Fähigkeit, geistlich unterscheiden zu können. Wer das Gespür hat, die Geister zu unterscheiden, der kann erkennen, ob es von Jesus ist. Jesus sagt: „Meine Schafe hören meine Stimme“. Zeichen und Wunder werden immer Glauben herausfordern, um sie als von Jesus als Urheber zu erkennen und Glaube erfordert die Fähigkeit, geistlich unterscheiden zu können.

Wer nicht wirklich Glauben an Jesus hat, der sich nicht aus der ‚Beziehung mit ihm nährt, der möchte feste „Raster“ und klare „Muster“ und lässt nur solche Dinge als von Gott gelten, die in diese „Raster“ und „Muster“ passen. Doch „ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen“, (Hebr. 11,6) Das ist ein Grundprinzip der Bibel. Kraftwirkungen des Geistes werden deshalb immer zu einer Trennung, Abspaltung derer führen, die geistlich tot sind.

Es ist ein erstaunliches Phänomen, dass Gemeinden am stärksten wachsen, wenn sie von Menschen bedroht und verfolgt werden. Das sind Menschen, die keine geistliche Einsicht haben. Gott möchte, dass das SEIN Reich, das Königreich Gottes, sich schnell ausdehnt.
So ist es naheliegend dass der Heilige Geist auf solch bizarre Weise wirkt, so dass sich möglichst viele religiöse Gemüter erhitzen. Es ist genauso, wie in unserer Geschichte: Jesus hätte auch in einen Nebenraum gehen können, und den Mann ganz diskret heilen können. Nein, er macht es vor der Versammlung, wohl wissend, dass sie sich so sehr aufregen, dass sie ihn sogar töten würden.
Es liegt nahe, dass dass die Menschen, die dem Wirken des Geistes folgen, verfolgt werden, weil das Wirken des Geistes Gottes einfach nicht diese Weltordnung und in religiöse Systeme passt. Vielleicht muss es in Deutschland und Europa dort zu Verfolgungen kommen, wo der Geist Gottes auf bizarre Weise wirken darf. Das soll geschehen, damit möglichst viele in Deutschland (und wahrscheinlich auch Europa) zum Glauben kommen.
In vielen Kirchen gibt es keine Unterscheidung der Geister, sondern nur das Denken in Mustern (passt es in das Raster oder nicht?).

Deshalb ist es so wichtig, dass wir die Unterscheidung der Geister üben und sicher werden in der Unterscheidung der Geister, damit Menschen, die an Jesus glauben, das Wichtigste und Beste, was der Heilige Geist für sie hat, nicht verpassen: Den neuen Wein, den Jesus in den letzten Tagen ausgießen wird. Er wird nur in neuen Schläuchen bleiben können.

Die Geschichte in der Bibel in Markus 3 geht so weiter: Jesus flüchtet und viele Menschen folgen ihm nach. Die zu ihm kamen, waren bestimmt keine religiösen Leiter. Es kamen diejenigen zu ihm, die glaubten, dass das Reich Gottes in Jesus mitten unter ihnen ist. Damals war es durch Jesus in ihrer Mitte – und heute ist das Reich Gottes durch den Heiligen Geist um uns und in uns.

Deshalb ist es so wichtig, sich immer wieder klar zu machen, dass wir keine Angst vor außergewöhlichen Wirkungen des Geistes Gottes haben müssen, denn Jesus ist mit uns.

Glaube wird stark durch den Widerspruch anderer. Zeichen und Wunder manifestieren sich gerade bei jenen, die die wunderbare, übernatürliche, Wirklichkeit von Jesus Christus proklamieren – auch dann, wenn ihnen andere widersprechen. Glaube braucht den Widerspruch, um stark zu sein.

(c) Steffen Bürger

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